Ausstellung

 

Freie Kunstakademie Frankfurt

 

»Werkschau 2017«

 

Dienstag, 28.3.17 19.00 frei Karten
Eröffnung

 

Teilnehmende der Freien Kunstakademie Frankfurt zeigen Arbeiten, die im Wintersemester 2016/2017 entstanden sind.

 

Im Jahr 2013 aus der Abendschule der Städelschule hervorgegangen, bietet die »Freie Kunstakademie Frankfurt« allen Interessierten die Möglichkeit, abends, in den Ferien oder am Wochenende grundlegende Fertigkeiten in einem breiten Spektrum an Disziplinen zu erwerben und auszuarbeiten. Die Veranstaltungen werden von erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern geleitet, die mit ihren Werken in Museen und Ausstellungen präsent sind und aus der lebendigen Praxis heraus vermitteln, was es heißt, künstlerisch zu arbeiten.

 

Wichtig ist es dieser Institution, dass die Teilnehmenden nicht konsumieren, sondern selbst aktiv werden: Wer an die FkaF kommt, lernt seinen eigenen Ansatz zu finden und zu entwickeln. Deshalb werden auch der Austausch zwischen Theorie und Praxis und das Gespräch über das künstlerische Arbeiten großgeschrieben.

 

Die Ausstellung ist geöffnet Mo. - Fr. von 14.00 bis 18.00 Uhr und zu den Theaterveranstaltungen bis Ende April 2017

 

INTERNATIONALES THEATHER

 "Ein Lob Der Königlichen Kunst zu Gunsten der Frankfurter Tafel"

 28 Januar-28 Februar

VERNISSAGE (Ataman Edirne,Pero Lorena,Sandra Pappe)

 Piano virtuos - InSzeneMagie 

Sa, 28.01.2017, 19:00 Uhr (Einlass 18:45 Uhr)

Das Internationale Theater

Hanauer Landstr. 5-7, 60314 Frankfurt/Main

 

„Trespassing“, Ausstellung von Ataman Edirne

Frankfurt am Main, Juni 2016.

Was passiert, wenn man Grenzen überschreitet? In der Kunst ist das ein Muss. Mut, Risiko-Bereitschaft und Spaß am Neuen bringen Bilder zum Leuchten. Wenn sich ein Künstler der Grenzüberschreitung verschreibt und „Trespassing“ zum Titel seiner Ausstellung wählt, ist das in unserer Gegenwart zugleich eine politische Aussage. Der 47 jährige, in Istanbul geborene und seit über 10 Jahren in Frankfurt arbeitende Künstler Ataman Edirne ist sich der Doppeldeutigkeit des Begriffes, den er mit großer Sorgfalt wählte, bewusst. „Es bedeutet, Grenzen zu überschreiten. Egal, ob befugt oder unbefugt“, erläutert er. „Und immer entsteht durch diese Prozesse etwas Neues, das auch ganz positiv zu sehen ist.“

Das gilt insbesondere für die geschmackvolle Ausstellung seiner Werke im Frankfurter „Switchboard“. In den zumeist figürlich angelegten Bildern setzt er sein Personal in surreale Welten. Sie gleichen Pflanzen in einem Urwald, die in Abhängigkeit von Naturgewalten existieren. Das sind fragile Personen, denen man aber Überlebenschancen zutraut. Dabei darf der Betrachter in intensiven Farben schwelgen. Edirne versteht es, mit großzügig angelegten Farbflächen und einer stimmigen Farbklaviatur zu verzaubern, wobei er auf oberflächliche Showeffekte verzichtet. Das dezente Moll erklingt durch die Brillanz seiner Technik in Dur.

Auch das ist Ataman Edirne: Seit geraumer Zeit arbeitet er mit Rocailleperlen und zeigt farbige Abstraktionen. Nicht allein das Schimmern der Perlen („das sind ganz spezielle, die bekomme ich nur in der Türkei!“), auch der behutsame Umgang mit Farbe und all ihren Schattierungen lässt sie wie kleine Schmuckkästchen aussehen. Ganz grandios: Das popartig angelehnte Porträt „Der Kuss“, das seinen gekonnten Umgang mit Farbflächen und kleinen Farbakzenten offenbart. Es scheint, als hätten sich Roy Lichtenstein und Gustav Klimt auf einen Kaffee verabredet, Gefallen aneinander gefunden und gemeinsam einen neuen Stil entwickelt.

Allen Kunst-Freunden, die sich auch für die unmittelbar bevorstehende Fußballmeisterschaft interessieren, sei auch Edirnes farbenprächtiges Werk „Europa“ empfohlen.

Die Ausstellung, die noch zwei Monate zu sehen ist, ist unbedingt empfehlenswert. Ebenso wie der Besuch der originellen Bar „Switchboard“, die gute Getränke und ebenso gutes Essen zu erschwinglichen Preisen anbietet.